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Geschichte
von Schloss Peseckendorf
  • 1083 erste urkundliche Erwähnung
  • im Mittelalter und der frühen Neuzeit war es bedeutendes Gut und gehörte zu verschiedenen Adeligen und Klöstern
  • 1463 Peseckendorf wurde an Familie von Asseburg von der Stift von Walbeck übergeben
  • 1494 Peseckendorf war "wüst gefallen", d.h. von den Bewohnern verlassen
  • 1538 ließ Johann von Asseburg anlässlich seiner Hochzeit ein Schloss im Stile der Renaissance errichten (nahm möglicherweise osmanische Kriegsgefangene als Handwerker)
  • wegen der unsicheren Zeiten wurde es später mit Wällen und Gräben befestigt
  • 1617 Umwandlung der Burg zum Gutshof machte Neubau erforderlich
  • Errichtung einer Dreiflügelanlage mit Zwerchgiebeln und Treppenturm auf einer Anhöhe
  • durch die Bewirtschaftung von auswärts und die landwirtschaftliche Nutzung wurden Teile des Schlosses baufällig
  • 1813 musste der rechte Flügel des Gebäudes abgerissen werden
  • Schloss war über viele Jahre unbewohnt
  • 1857-1859 Schloss wurde abgerissen; die Steine  wurden für die Umfassungsmauer des Gutes und zum Bau der Kapelle verwandt
  • Mitte des 19.Jh. Familie Schaeper kaufte Peseckendorf - um das Schloss wurde ein prächtiger, fast acht Hektar großer Park angelegt
  • einer der Teiche reichte bis an das heutige Herrenhaus und war so gross, dass man sich auf ihm mit Gondeln bewegen konnte
  • inmitten des Parks wurde ein Wasserturm im neugotischem Stil errichtet
  • 1906-1909 wurde das heutige Gebäude von dem Architekten Paul Schulze Naumburg nach überlieferten Zeichnungen errichtet - zeigt alle Merkmale des Historismus
  • Fassade zeigt wohlproportionierte Fenster und Türen - Rückfront besitzt Rundbogentüren und runde Fenster, welche durch Pilaster getrennt sind
  • Eingangshalle  wird von vier Säulen getragen
  • 1912 wurden vom Bildhauer Georg Kolbe vier Steinfiguren geschaffen, welche die vier Jahreszeiten darstellen (Figuren sind heute im Bördemuseum Ummendorf zu besichtigen)
  • 1945 wurde Familie Schaerper enteignet und musste noch am selben Tag den Kreis Wanzleben verlassen
  • Herrenhaus wurde zum Wohngegäude für Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten
  • 1947 übernahm die Landgewerkschaftsschule "Land und Forst" des Bezirks Magdeburg das Haus
  • 1953-1969 hatte die HO-Verwaltung der Kreise Wanzleben und Oschersleben ihren Sitz im Haus
  • 1969-1976 war es ein Kinderheim für Sonderschüler
  • 1976-1978 wurde ein Schulanbau für das "Hilfsschulheim a.S. Makarenko" errichtet
  • nach dem Ende der DDR beschloss der Kreistag des Kreises Wanzleben das Objekt zu schließen
  • der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband, Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. übernahm 1992 das Gebäude
  • 1994 -1996 wurde das Gebäude für über acht Millionen DM grundlegend saniert und renoviert