im Mittelalter und der frühen Neuzeit war es bedeutendes Gut und gehörte zu verschiedenen Adeligen und Klöstern
1463 Peseckendorf wurde an Familie von Asseburg von der Stift von Walbeck übergeben
1494 Peseckendorf war "wüst gefallen", d.h. von den Bewohnern verlassen
1538 ließ Johann von Asseburg anlässlich seiner Hochzeit ein Schloss im Stile der Renaissance errichten (nahm möglicherweise osmanische Kriegsgefangene als Handwerker)
wegen der unsicheren Zeiten wurde es später mit Wällen und Gräben befestigt
1617 Umwandlung der Burg zum Gutshof machte Neubau erforderlich
Errichtung einer Dreiflügelanlage mit Zwerchgiebeln und Treppenturm auf einer Anhöhe
durch die Bewirtschaftung von auswärts und die landwirtschaftliche Nutzung wurden Teile des Schlosses baufällig
1813 musste der rechte Flügel des Gebäudes abgerissen werden
Schloss war über viele Jahre unbewohnt
1857-1859 Schloss wurde abgerissen; die Steine wurden für die Umfassungsmauer des Gutes und zum Bau der Kapelle verwandt
Mitte des 19.Jh. Familie Schaeper kaufte Peseckendorf - um das Schloss wurde ein prächtiger, fast acht Hektar großer Park angelegt
einer der Teiche reichte bis an das heutige Herrenhaus und war so gross, dass man sich auf ihm mit Gondeln bewegen konnte
inmitten des Parks wurde ein Wasserturm im neugotischem Stil errichtet
1906-1909 wurde das heutige Gebäude von dem Architekten Paul Schulze Naumburg nach überlieferten Zeichnungen errichtet - zeigt alle Merkmale des Historismus
Fassade zeigt wohlproportionierte Fenster und Türen - Rückfront besitzt Rundbogentüren und runde Fenster, welche durch Pilaster getrennt sind
Eingangshalle wird von vier Säulen getragen
1912 wurden vom Bildhauer Georg Kolbe vier Steinfiguren geschaffen, welche die vier Jahreszeiten darstellen (Figuren sind heute im Bördemuseum Ummendorf zu besichtigen)
1945 wurde Familie Schaerper enteignet und musste noch am selben Tag den Kreis Wanzleben verlassen
Herrenhaus wurde zum Wohngegäude für Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten
1947 übernahm die Landgewerkschaftsschule "Land und Forst" des Bezirks Magdeburg das Haus
1953-1969 hatte die HO-Verwaltung der Kreise Wanzleben und Oschersleben ihren Sitz im Haus
1969-1976 war es ein Kinderheim für Sonderschüler
1976-1978 wurde ein Schulanbau für das "Hilfsschulheim a.S. Makarenko" errichtet
nach dem Ende der DDR beschloss der Kreistag des Kreises Wanzleben das Objekt zu schließen
der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband, Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. übernahm 1992 das Gebäude
1994 -1996 wurde das Gebäude für über acht Millionen DM grundlegend saniert und renoviert