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Umweltprojekt im Eurocamp: Jugendliche legen an der Havel naturnahes Uferprofil an
Steinpflaster weicht für Sandstrand

 Ein kleiner, weißer Havelstrand ist in den vergangenen Tagen gegenüber der Weinbergstraße in Havelberg, unmittelbar neben der ehemaligen Panzerübersetzstelle, entstanden. Teilnehmer des Eurocamps haben hier im Rahmen eines Umweltprojektes einen rund hundert Meter langen Uferabschnitt von der Steinpflasterung befreit.

Havelberg." Die 15 Jugendlichen, die an der Havel arbeiteten, waren wirklich sehr fleißig", schätzt Gruppenleiterin Maud Dubois ( Frankreich ) vom Organisationsteam des 17. Eurocamps ein" Wir sind eine Woche früher als geplant mit den Arbeiten fertig geworden." Die alte Uferböschung wurde von dem steinigen Deckwerk befreit und ein naturnahes Uferprofil angelegt, das neue Möglichkeiten zum Laichen für Fische bietet sowie das Ansiedeln von Muschelarten und anderen hier verschwundenen Lebewesen ermöglicht.
Ein Tier allerdings fühlt sich dort offensichtlich jetzt schon wohl." Wir haben festgestellt, dass jede Nacht mindestens ein Biber an dem neuen Strand zu Besuch war", erzählt Maud Dubois. Leider hat sich der Nager dabei nicht nur an den alten Weiden, die hier stehen, zu schaffen gemacht, sondern auch an den Weidensetzlingen, die die Eurocamper auf der rekultivierten Fläche gepflanzt haben. So mussten die jungen Leute immer wieder einige Bäumchen durch neue ersetzen.

von Dieter Haase Havelberger Volksstimme vom 12.August 2008

Die junge Französin lobt die gute Vorbereitung des Projekts durch die Stadt Havelberg und andere Einrichtungen. " Als wir am 28. Juli zu unserem ersten Arbeitstag an die Havel zogen, hatte ein Bagger die steinige Uferbefestigung zum Teil schon aufgebrochen und auf einigen Haufen zusammengetragen." Die Jugendlichen aus Europa mussten praktisch " nur noch " gründlich aufräumen, Steine sammeln und aufstapeln und nach dem Abtransport dieser das Umfeld auf Vordermann bringen " Ein Kompliment an die jungen Leute ", lobt Armin Wernicke vom Biosphärenreservat " Mittelelbe ", Außenstelle Ferchels. Unter der fachlichen Aufsicht des Biosphärenreservat-Mitarbeiters Martin Hille sei an der Havel nicht nur ein neuer Lebensraum für Tiere entstanden, sondern auch ein Fleckchen Erde, das sich zum Beispiel als Pausenplatz für Wasserwanderer eigne.
"Ein ganzer Genehmigungs-Marathon musste in Gang gesetzt werden, damit das Projekt durch die Eurocamper verwirklicht werden konnte ", berichtet Armin Wernicke. Die erforderlichen Unterschriften kamen nur zustande, weil im Rahmen der vorgesehenen Renaturierung der Unteren Havel durch den NABU bereits umfangreiche Voruntersuchungen, unter anderem auch in dem Bereich um die ehemalige Übersetzstelle, durchgeführt worden sind." Dabei wurde eine Deckwerksentnahme hier als unkritisch bewertet", so Armin Wernicke.
 
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