| Viele Erinnerungen an die Zeit in der früheren Stadtschule |
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Nach 50 Jahren trifft sich die "8a" das erste Mal wieder Havelberger Volksstimme vom 11. Mai 2009 Vor 50 Jahren hatten sie die Schule verlassen. Am Sonnabend trafen sich die ehemaligen Schüler der Klasse 8 a der früheren Stadtschule wieder. Manche zum ersten Mal. Das Erkennen war nicht ganz einfach. Zu erzählen gab es eine Menge. Alte Fotos und Poesiealben wurden herumgereicht.Havelberg. " Erkennst du mich denn nicht wieder ? Ich bin Marianne. Meine Zöpfe habe ich aber nicht mehr ", begrüßt Marianne Radecker, geborene Wendt, ihre frühere Mitschülerin Ingrid Dörge, geborene Ender. " Ich war die Fahrschülerin aus Jederitz und habe mich manchmal bei dir zu Hause umgezogen, wenn wir eine Feier hatten ", half Marianne Radecker auf die Sprünge. Im Winter fuhr der Bus manchmal nicht. Dann kam ein Fahrzeug von der LPG mit Schlitten dran und holte die drei Jederitzer ab, erzählt sie. Einmal wurde sie von ihrem Klassenlehrer Wolfgang Raake sogar mit dem Motorroller nach Hause gefahren. Ingrid Dörge wohnt in Berlin und fand es oft schade, dass sie ihre Klassenkameraden nie wiedergesehen hat. Sie kam immer nur besuchsweise nach Havelberg zur Mutti zurück. " Ich habe mich riesig auf dieses Treffen gefreut. " Im vorigen Jahr hatten sich manche der früheren Schüler zur goldenen Konfi rmation in Havelberg getroffen. Da entstand die Idee des Klassentreffens, berichtet Klaus Lemme. " Dass der Bauernsohn mal Lehrer wird, hätte wohl keiner von uns gedacht ", sagt Marianne Radecker. Seine ersten Unterrichtsstunden gab er in der damaligen Stadtschule. Dort begann am Sonnabend das Klassentreffen. Jetzt ist dort das Erlebnispädagogische Centrum ELCH. Im Schulmuseum wurden erste Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit vor mehr als 50 Jahren geweckt. Bei der Vorbereitung des Klassentreffens halfen die Adressen, die die Organisatoren von der Kirche bekamen. Drei Mitschüler konnten nicht ausfindig gemacht werden, einige sind schon verstorben, erzählt Klaus Lemme. Als einen ihrer damaligen Lehrer begrüßten die heutigen Senioren Fritz Mewes. Der 82-Jährige unterrichtete Deutsch, Geschichte und Biologie. " Es waren friedliche Schüler. " Klassenlehrer Wolfgang Raake wäre auch gern zum Treffen gekommen, befindet sich allerdings im Urlaub, berichtet Klaus Lemme. In den 1950-er Jahren gingen die Schüler gemeinsam bis zur 8. Klasse. Nach den Prüfungen wechselten sie an die Mittelschule oder an die Oberschule oder erlernten einen Beruf. Klaus Lemme war mit Hans-Georg Skerstupp als alberner Schüler bekannt. " Das lässt sich in meinen Zeugnissen nachlesen. " Sie haben viel Ulk gemacht. " Das war schlimm, wir mussten immer viel lachen und deshalb ein paarmal nachsitzen ", denkt Hans-Georg Skerstupp zurück, der in Luckenwalde wohnt. Die Freude auf das Wiedersehen war bei Rosi Niehoff-Sorg, geborene Sturm, besonders groß. Aus familiären Gründen musste sie mit 14 mit ihrer Mutti in die Nähe von Bremen ziehen. " Das war ganz schlimm. " Noch heute sagt sie, wenn sie mit ihrem Mann nach Havelberg fährt, " ich fahre nach Hause ". Als sie vor ein paar Jahren mit Freunden den Dom besuchte, war dort gerade eine goldene Konfi rmation. " Da habe ich meine Adresse im Dom hinterlassen, damit ich zu meiner goldenen Konfi rmation eingeladen werden kann ", erzählt sie. Über gemeinsam Erlebtes plauderten am Sonnabend zum Beispiel auch Roswitha Schnaak aus Potsdam, geborene Schwidetzky und Förstertochter aus Jederitz, und die Havelbergerin Waltraud Brabandt, geborene Kasper. Waltraud Bäcker, geborene Thiemann, wuchs in Toppel auf. Sie ist in Stendal zu Hause und oft hier bei ihrer Schwester in Garz und dem Bruder in Toppel. Etliche der Schüler der damaligen " 8 a " sind in Havelberg geblieben. Viele andere, die heute woanders leben, zieht es immer wieder in die Stadt ihrer Kindheit. So auch die Zwillinge Joachim und Ursula Eichstaedt. " Wir haben schon oft unsere Geburtstage hier in Havelberg gefeiert ", erzählt Joachim Eichstaedt, der in Gröningen wohnt. |
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Vor 50 Jahren hatten sie die Schule verlassen. Am Sonnabend trafen sich die ehemaligen Schüler der Klasse 8 a der früheren Stadtschule wieder. Manche zum ersten Mal. Das Erkennen war nicht ganz einfach. Zu erzählen gab es eine Menge. Alte Fotos und Poesiealben wurden herumgereicht.