"Es war spannend, mal was anderes zu machen"
Dorthin war vor einigen Wochen auch die Einladung für das Seminar gegangen. Interessenten gab es zwar mehrere, aber es waren am Ende nur noch drei Plätze frei. Die Klubmitarbeiter beantragten Geld aus dem Landesprogramm "Handeln statt zu warten – gegen Gewalt und Rechtsextremismus", um die Teilnahme der Mädchen zu finanzieren.
Insgesamt 22 Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren und aus verschiedenen Regionen des Bundeslandes kamen vom 5. bis 8. Juli im alten Herrenhaus von Peseckendorf zusammen, um unter dem Motto "Die Karriereleiter ist weiblich" lehrreiche Tage zu verbringen. Eingeladen hatte der Paritätische. "Gleich am ersten Tag ging es um die Theorie", erzählte Laura-Sophie Heiden gestern. Unter anderem wurde über die Stufen gesprochen, mit der Schritt für Schritt die Karriereleiter hinaufgestiegen werden kann. Auf dem Programm standen aber auch ein Selbstverteidigungskurs, Breakdance und Baumklettern. "Es war spannend, mal was anderes zu machen, mal aus Gardelegen rauszukommen", sagte Kimberley Krüger.| Training für die Karriereleiter |
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Laura-Sophie Heiden und Kimberley Krüger nahmen am Mädchenseminar teil Gardelegener Volksstimme vom 20. Juli 2010
Gardelegen. Ein ordentlicher Schulabschluss und sich dann um eine Lehrstelle kümmern – dass dies erste wichtige Schritte auf der Karriereleiter sind, wissen die 13 Jahre alte Laura-Sophie Heiden und ihre 12-jährige Mitschülerin Kimberley Krüger seit einigen Tagen. Gelernt haben die beiden Schülerinnen der Karl-Marx-Schule dies während eines Mädchenseminars in Peseckendorf. Mit dabei war auch Stephanie Paudler, 21 Jahre alt und derzeit im Rahmen einer Maßnahme im Jugendklub Mood beschäftigt. Besonders mit fünf Mädchen aus Magdeburg haben sich die zwei Gardelegerinnen angefreundet. "Wir wollen uns in den Ferien noch mal wiedersehen. Wir fahren nach Magdeburg, unsere Freundinnen wollen aber auch nach Gardelegen kommen", kündigte Laura-Sophie an. Vielleicht nehmen die beiden Mädchen ihre Gäste mit in den Jugendklub Mood, in dem sie regelmäßig zu Gast sind. Sie basteln dort, hören den Bands bei der Probe zu oder üben Jumpstyle tanzen. Im nächsten Jahr wollen beide gern wieder an einem solchen Mädchenseminar teilnehmen. "Das hat was gebracht", resümierte Kimberley. Aber nicht nur für die Mädchen. Auch Betreuerin Stephanie Paudler fand den Kontakt zu anderen, die in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv sind, sehr nutzbringend. "Es gab viele Anregungen", sagte sie gestern. |
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