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4. Internationale Jugendbegegnung
Jugendliche schlüpfen in Politikerrollen
Wanzlebener Volksstimme vom 26. Juli 2010

Die insgesamt 38 Teilnehmer der internationalen Jugendbegegnung in der Jugendbildungsstätte beim Abschlussfoto. Foto: Yvonne Heyer
 
Die insgesamt 38 Teilnehmer der internationalen Jugendbegegnung in der Jugendbildungsstätte beim Abschlussfoto. Foto: Yvonne Heyer 
Peseckendorf ( yhe ). Zum inzwischen vierten Mal fanden sich in der Landesjugendbildungsstätte in Peseckendorf Jugendliche aus verschiedenen Ländern Europas zusammen. Die insgesamt 38 Teilnehmer aus sechs Nationen befassten sich in diesem Jahr mit dem Thema : " European Village – Global Village " und damit ging es um das vereinte Europa. Organisiert hat in diesem Jahr die Jugendbegegnung mit Unterstützung der Landesvereinigung für kulturelle Kinderund Jugendbildung ( LKJ ) die 20-jährige Rumänin Georgiana Rebenciuc gemeinsam mit Renate Kriegel von der Bildungsstätte Peseckendorf.
Ziel der internationalen Jugendbegegnung war es, den europäischen Gedanken im Rahmen eines Planspieles umzusetzen. Und damit wurden die Teilnehmer zu Akteuren. Sie schlüpften in die Rollen von Politikern. Schwerpunktthemen waren dabei die Bildungs-, Außen-, Umwelt und Migrations- und Integrationspolitik. Die entsprechenden " Minister " wurden gewählt. " Wobei die Wahlen der einzelnen " Minister " sehr spannend waren. Während die Wahl des Präsidenten unseres EU-Rates einstimmig war, gab es für die Wahl des Außenministers eine Kampfabstimmung ", berichtet Renate Kriegel. Es wurde wie im wirklichen Leben um die Posten geschachert und gekämpft. Letztendlich mussten aber Mehrheitsentscheidungen, auch wie im wirklichen Politikalltag, akzeptiert werden.
Im Verlauf der Jugendbegegnung wurden Verhandlungen simuliert und umfangreiche Themen der einzelnen nationalen Gruppen diskutiert. " Was sind, national bedingt, unsere Themen, wie ist unsere Meinung dazu, wie können wir Partner finden, die gemeinsam mit uns die Problematik oder das Thema in den EU-Rat einbringen. So gingen die Jugendlichen an ihre Arbeit als Politiker heran. Dabei wurden auch Regeln aufgestellt. ", berichtet Renate Kriegel weiter.
Ziel war es, Statements in den Rat einzubringen, die dann zu beraten und zu beschließen waren. Drei Statements wurden eingebracht. Eins wurde in der Entscheidung abgelehnt, zwei gingen durch.
Zwischen den Jugendlichen, oder besser Politikern, gab es während der internationalen Jugendbegegnung einen sehr intensiven Austausch darüber, wie es in ihren Ländern zu den genannten Schwerpunktenthemen aussieht.
Die Arbeit hätte noch intensiviert werden können, doch am Ende fehlte den " Politikern " auch die Zeit. Aber alle jugendlichen Teilnehmer, egal ob aus der Türkei, aus Rumänien oder Frankreich haben eine Menge in Sachen Politik und Demokratie gelernt.
 
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