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Fröhliche irische Klänge vertreiben Schlecht-Wetter-Laune
Veranstaltung stand kurz vor dem Absagen
Oscherleber Volksstimme vom 30. August 2010

Viel gute Laune, Spaß am Musizieren und 25 verschiedene Instrumente hatten die neun Musiker von "Kapellis" aus Nienburg an der Weser für das Peseckendorfer Folk-Openair im Gepäck. Fotos: Yvonne Heyer
 
Viel gute Laune, Spaß am Musizieren und 25 verschiedene Instrumente hatten die neun Musiker von "Kapellis" aus Nienburg an der Weser für das Peseckendorfer Folk-Openair im Gepäck. Fotos: Yvonne Heyer
 
Peseckendorf. Die Fan-Gemeinde des Folk-Openairs im Peseckendorfer Schlosspark ist treu. Warm eingepackt, Iso-Matten und Wolldecken im Gepäck, machten sie sich gut gerüstet auf, um einen schönen Abend zu verbringen. Und den haben sie prompt bekommen, zumindest die, die sich auch von der letzten Regenhusche kurz vor Veranstaltungsbeginn nicht abschrecken ließen.
  Natürlich durfte der Dudelsack von Hartmut Grulke nicht fehlen.
  Natürlich durfte der Dudelsack von Hartmut Grulke nicht fehlen.
Und so füllte sich mit fortschreitender Stunde das Areal vor dem Peseckendorfer Schloss doch noch zusehends. Es blieb trocken, wenn es auch recht frisch wurde und die Wolken hatten sich sogar soweit verzogen, dass die Sterne leuchteten und zu sehen waren.
 
 Etwas schriller, bunter und rockiger: "The Pokes" beendete mit ihrem Auftritt das 11. Folk-Openair in Peseckendorf.  
Etwas schriller, bunter und rockiger: "The Pokes" beendete mit ihrem Auftritt das 11. Folk-Openair in Peseckendorf.
 
Thomas Dorsch, der mit seiner Magdeburger Veranstaltungsagentur "Paganini" gemeinsam mit der Jugendbildungsstätte das Folk-Openair in Peseckendorf von Anfang an organisiert, schätzte schließlich ein, dass wie schon in den Vorjahren so um die 250 bis 300 Gäste gekommen waren. Aber dieses 11. Folk-Openair wurde schließlich doch zur Zitterpartie. "Hätte es die ganze Nacht vom Freitag zum Sonnabend geregnet, hätten wir absagen müssen", schätze am Ende ein doch erleichterter Thomas Dorsch ein.
 
Der Blick in die Besucherrunde bewies einmal mehr, dass die Folk-Musik Fans in allen Altersgruppen hat. Vom Kind bis zum Senior war als Zuschauer alles vertreten. Mehr und mehr entschlossen sich im Verlauf des Abends die Kinder, Jugendlichen, Männer und Frauen sich zu bewegen, zu tanzen – ein sicheres Rezept gegen die aufsteigende Nässe und Kälte.
 
  
 
Spaß der Musiker auf Zuschauer übertragen

  Die Zuschauer hatten ihren Spaß und schon bald hielt es sie nicht mehr auf ihren Plätzen und es wurde getanzt.
  Die Zuschauer hatten ihren Spaß und schon bald hielt es sie nicht mehr auf ihren Plätzen und es wurde getanzt.
Auch mit dem 11. Folk-Openair waren drei Bands engagiert worden, die dafür sorgten, dass ein Hauch von Schottland und Irland in die Magdeburger Börde zog.
 
Den Reigen eröffnete das Duo "Bubble and Squeak". Die deutschen Folkmusiker stehen für authentische irische Folklore mit schwungvollem Witz und mitreißender Spielfreude. Das Programm der beiden Musiker, Flöten- und Dudelsackspieler Mick Loos und dem Gitarristen, Sänger und Geschichtenerzähler Stefan Lubs umfasste irische Tanzmusik sowie alte und neue Lieder aus Irland und Schottland.

Als schließlich "Kapellis" die Bühne betrat, war wohl auch die letzte miese Regenwetterstimmung verflogen. Die neun Band-Mitglieder haben seit 1991 viel Spaß am gemeinsamen Musizieren und dieser Spaß springt schnell auf das Publikum über. Waren es erst zwei mutige Tänzerinnen, denen der Rhythmus der typisch schottischen und irischen Klänge in den Beine sprang, füllte sich die "Tanzfläche" vor der Bühne immer mehr.

"Kapellis" das sind neun Musiker aus dem Raum Nienburg an der Weser, die mit 25 verschiedenen Instrumenten, wie Dudelsack, Mundharmonika, Flöten, Gitarren, Mandoline, Irish Bouzouki, Dulcimer, Banjo oder Akkordeon, nach Peseckendorf kamen. Irische und schottischen Folksongs - hier ist die Band musikalisch zu Hause. Das Repertoire umfasst lyrische Balladen, gefühlvolle Instrumentalstücke, mitreißende Tanznummern, aber auch Scherz- und Trinklieder und so manchen wohlbekannten Ohrwurm. Der Bandname entstand übrigens aus der Tatsache heraus, dass sich die Musiker einst in einer altern restaurierten Kapelle zusammenfanden und dort noch heute proben. Und wie die Bandmitglieder Bernhard Fischer, frank Ohnesorge und Hartmut Grulke meinen, hat es ihnen in Peseckendorf vor der schönen Schlosskulisse sehr gut gefallen und sie würden gern wieder kommen. Allerdings sind dann einige von ihnen vorgewarnt: Es ist gefährlich, die kürzeste Strecke nach Peseckendorf im Navi einzugeben. Man landet unweigerlich auf der wohl schlechtesten Straße des Landkreises Börde und die führt von Ampfurth nach Peseckendorf.

Mit etwas härteren Tönen, aber nicht weniger stimmungsvoll, beendeten schließlich zu später Stunde die Musiker von "The Pokes" den Reigen der Bands vom 11. Folk-Openair im Peseckendorfer Schlosspark.

 

 

 
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